Schweinepreise auf Rekordhoch

2012-09-27 10:07

Schweinemarkt Preise übertreffen das bisherige Rekordhoch des Jahres 2008

„Am Schweinemarkt haben die Preise in der zweiten Augusthälfte den bisherigen Rekordpreis des Jahres 2008 übertroffen“, so Rainer Hechinger, Geschäftsführer des Fleischerverbandes Bayern. Für viele handwerkliche Metzger sind daher die Spielräume bei den Verkaufspreisen ausgeschöpft.

„Es sind viele Faktoren, die Einfluss auf die Preisgestaltung von Wurst und Fleisch haben“, erklärt auch Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer. Neben den steigenden Beschaffungskosten der Rohmaterialien weist er vor allem auf die hohen Energiepreise sowie die geplante Ökosteuer und EEG-Umlage hin. Eine Anpassung der Verkaufspreise sei daher auf lange Sicht nicht auszuschließen.

Ein Grund für die gestiegenen Einkaufspreise beim Schweinefleisch sind die - speziell für Deutschland - sehr gut laufenden Exporte, so Landesinnungsmeister Schlagbauer. Neben den anhaltend guten Absatzmöglichkeiten stützt offenbar auch ein rückläufiges Angebot die Preise. Hinzu komme eine witterungsbedingt deutlich verbesserte Nachfrage am deutschen und europäischen Binnenmarkt.

Außerdem bekommen selbstschlachtende Metzger zunehmend Probleme bei der Beschaffung des Rohmaterials. International arbeitende Schlachtbetriebe kaufen Fleisch in großen Mengen und drücken damit die Preise sowie die Produktqualität. Der handwerkliche Fachbetrieb, der seine Waren aus der Region bezieht kommt oft nicht mehr zum Zug. Diese Entwicklung zerstört auf lange Sicht die landwirtschaftlichen Strukturen und gefährdet neben den Fleischerfachgeschäften auch die Landwirte und damit die regionale Wertschöpfungskette.

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